
Hauptplatz 1
8572 Bärnbach
Tel.: +43 (3142) 61550
Fax: +43 (3142) 61550-33
Zahlen, Daten, Fakten
Bärnbach ist eine Stadtgemeinde des Bezirks Voitsberg im Bundesland Steiermark, Österreich.
Entwicklung der Ortsgemeinden
Aus den auf Grund des provisorischen Gemeindegesetzes von 1849 konstituierten Gemeinden
Bär(e)nbach, Kleinkainach, Tregist, Mitterdorf und Oberdorf entstanden in weiterer Folge die beiden „freien Ortsgemeinden" Bärnbach und Hochtregist.
Eingemeindungen
Mit Wirksamkeit vom 1. Jänner 1952 wurden die Gemeinden Bärnbach und Hochtregist zusammengelegt (Landesgesetzblatt Nr. 7 vom 31. Dezember 1951).
Größe der Gemeinde
| Gesamtfläche | 17,14 km² |
| Fläche der KG Bärnbach | 4,54 km² |
| Fläche der KG Hochtregist | 12,60 km² |
| Bau- und Verkehrsfläche | 85,84 ha |
| Landwirtschaftliche Nutzfläche | 711,60 ha |
| Gärten und Weingärten | 73,83 ha |
| Wald | 786,90 ha |
| Gewässer | 15,37 ha |
| Sonstige Flächen | 40,77 ha |
Höhe: 424 m ü. A.
Einwohner: 5.236 (31. Dez. 2008)
Postleitzahl: 8572
Gemeindekennziffer: 6 16 01
Adresse der Gemeindeverwaltung: A-8572 Bärnbach, Hauptplatz 1
Offizielle Website: www.baernbach.at
Lage und Entwicklung der Siedlung
Die Stadt Bärnbach liegt am Eingang zum oberen Kainachtal. Sowohl Oberdorf als auch Mitterdorf, Bärnbach und Kleinkainach blieben bis weit in das 19. Jahrhundert hinein kleine, bäuerlich strukturierte Dörfer. Erst das Auffinden und die Ausbeutung der Kohlenlagerstätten sowie die Gründung einer Glashütte veränderten in weiterer Folge dann das Ortsbild. Die Errichtung von Personalwohnhäusern
für die Glasmacher und die Bergleute, die Ansiedelung verschiedener Gewerbebetriebe und Kaufhäuser sowie - ab der Zwischenkriegszeit und vor allem dann nach dem Zweiten Weltkrieg - der Bau vieler Einfamilienhäuser führten allmählich zur Verdichtung des Siedlungsgebiets und zur Ausbildung eines Ortszentrums im Bereich der Straßenkreuzung nächst der Glashütte und des Kohlenbergbaues Oberdorf. Der Hauptplatz bildete sich im Bereich von Oberdorf an der Kreuzung der Straßen Voitsberg - Oberdorf - Kainach, Voitsberg - Mitterdorf - Oberdorf - Kainach sowie Köflach - Piber - Oberdorf - Voitsberg heraus. Um den Hauptplatz sowie an den Straßen im näheren Hauptplatzbereich entwickelte sich nach dem Zweiten Weltkrieg der Stadtkern mit dem Rathaus, der Schule, mit Festsaal, Pfarrkirche, Tonkino, Sportstadion, Feuerwehrrüsthaus, mit Geschäften, Bankfilialen, der Apotheke und Wohnhäusern.
Im September 1953 wurde Bärnbach zur Marktgemeinde und durch Beschluss der Steiermärkischen Landesregierung vom 14. März 1977 zur Stadt erhoben.
Die Stadterhebungsfeierlichkeiten mit verschiedenen Rahmenveranstaltungen fanden im Jahr 1978 statt.
Durch die Landesausstellung „Glas und Kohle" im Jahr 1988, die von 308.400 Besuchern gesehen wurde, und die Umgestaltung der St. Barbara-Kirche durch Friedensreich Hundertwasser, aber auch durch zahlreiche andere Initiativen konnte ein neues Leitbild für die Zukunft der Stadt entstehen. Die Ideen „Wirtschaft, Kultur und Tourismus" werden neben den immer mehr an Bedeutung verlierenden
Aspekten „Kohle, Glas und Industrie" neu - oder zumindest verstärkt - in die Bärnbacher Identität eingebracht. 1994 wurde von der Stadtgemeinde Bärnbach ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben, wobei neben den bereits erwähnten Leitideen auch eine wirtschaftliche Stärkung des Stadtzentrums angestrebt wurde. Ein Jahr später wurde Bärnbach zur schönsten Blumenstadt der Steiermark gekürt, und am 6. Dezember 2001 fand die Eröffnung des Technologiezentrums „Telepark" statt.

Das Stadtwappen
Bereits seit Ende der 1940er-Jahre, und in besonderer Weise dann nach der Eingemeindung von Hochtregist, bemühten sich Bürgermeister und Gemeinderat von Bärnbach um die Erhebung des Ortes zur Marktgemeinde sowie um die Verleihung eines Gemeindewappens.
Die Steirische Gemeindeordnung schreibt vor, dass ein Gemeindewappen „mit dem Namen der Gemeinde oder den örtlichen Gegebenheiten der Gemeinde in Beziehung steht, den heraldischen Grundsätzen entspricht und mit einem Wappen einer anderen Gebietskörperschaft nicht verwechselbar ähnlich ist." Jedes Wappen soll durch seine Figuren einen tieferen Sinn ausdrücken und zugleich
ansprechend, leicht merkbar und schön sein.
Die Steiermärkische Landesregierung hat mit Beschluss vom 1. September 1953 der damaligen Marktgemeinde Bärnbach mit Wirkung vom 15. September 1953 das Recht zur Führung eines Gemeindewappens verliehen. Die Beschreibung lautet wie folgt: „In einem goldenen, von einem erniedrigten blauen Wellenbalken durchzogenen Schilde erscheint oben ein schreitender schwarzer, rot bezungter und bewehrter Bär, unten eine golden besamte, fünfblättrige Rose mit grünen Winkelblättern." Es ist ein auf den Ortsnamen bezogenes, so genanntes „redendes" Wappen. Der Bär steht für „Bärn" und der Wellenbalken für den „Bach", die rote Rose für die „blühende" Gemeinde und die starke Industrie und Wirtschaft.

